Heilpädagogische Forschung

Der Einfluß der Ablaufgeschwindigkeit von Video -Untertiteln auf das Lesen lernen von leseschwachen Schülern
 
  aus Heilpädagogische Forschung Nr. 3 1997
Von Martha J Meyer (übersetzt von Christiane Ritter) 
 

Die vorliegende Studie hat das Ziel, Leseverständnis und Behaltensleistungen von lernschwachen Kindern im Grundschulalter mit Hilfe des Einsatzes von video-vermittelten Texten zu verbessern; der Einfluß unterschiedlicher Ablaufgeschwindigkeiten von Video-Untertiteln wird untersucht. Mit Hilfe eines Binnen-Designs werden Behaltensleistungen überprüft, nachdem ein Lesestoff über Videos mit Untertiteln, deren Einblendung sich regulieren ließ, angeboten wird. Zwei Gruppen mit insgesamt 158 leseschwachen Schülern der vierten, fünften und sechsten Klasse nahmen teil, davon 18 Schüler an einer Pilotstudie und 140 Schüler am Hauptexperiment. Die Schüler wurden nach Zufall drei experimentellen Bedingungen zugewiesen: Video mit durchschnittlicher Ablaufgeschwindigkeit der eingeblendeten Untertitel, Video mit verlangsamter Ablaufgeschwindigkeit, in Schriftform angebotener Text (ohne Video) als Kontrollbedingung. Die Ergebnisse zeigen, daß unter den beiden Videobedingungen signifikant mehr gelernt wird als unter dem traditionellen ,,Print"-Angebot. Außerdem wird unter der Bedingung der langsameren Ablaufgeschwindigkeit signifikant mehr behalten als bei durchschnittlicher Ablaufgeschwindigkeit. Die Ergebnisse legen nahe, daß Leseschwächen mit videogestützten Lesecurricula besser entgegengewirkt werden kann als mit traditionellen Printmedien. Bei der Produktion solcher Lernvideos sollte die Ablaufgeschwindigkeit der Untertitel varriert und damit dem Lesestand von lernschwachen Schülern angepaßt werden können. This study addresses regulating captioned videotape prompt rates as a technological approach to improve reading comprehension and retention in elementary school students with reading problems. It is a within factor experimental design which examines retention of learning from closed-captioned videotape with regulated prompt rates. Students were selected from a subject pool of 140 fourth, fifth, and sixth grade students who had documented serious reading deficits; subjects were randomly assigned to one of two experimental groups or the control group. Students were either in an average-paced closed-captioned video, a slow-paced closed-captioned video, or printed text (no video), which served as the control measure. 
Results indicate significantly more learning occurs for those students using closed-captioned video compared to those having traditional print materials. Additionally, students assigned to the slow-paced prompt rate retained significantly more information than those having the average-paced captioned video. 
These results suggest educators can better help their reading deficient students by choosing captioned video curriculum other than traditional print materials. Results also suggest that video producers should take into consideration the prompt rate of their captioned video materials and implement captioned prompt rates that are appropriately paced for use in indusive classroom environments. 
 
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aktualisiert am 30.01.2003