Heilpädagogische Forschung
Das Inventar zum sozial-emotionalen Lernen (Insel) - Begründungszusammenhänge, Aufbau und Erprobung  
aus Heilpädagogische Forschung Nr. 1 1997
Von Herbert Goetze
 
In diesem Beitrag wird ein sozial-emotionales Curriculum (Insel) vorgestellt. Thesenartig wird postuliert, daß schulisch eine soziale Kompetenzvermittlung notwendig wird, z.B. weil Kompetenzdefizite Teil jeder Verhaltensstörung sind und auch die schulische Integration erschweren. Allerdings sind sie schwer definierbar. Ein pädagogisches Vermittlungskonzept sollte ein breites Spektrum aufeinander bezogener Intentionen, Inhalte und Veifahrensweisen aufweisen. Die Grobzielbereiche (1. ,, überlebensskills", 2. Auseinandersetzung mit anderen und 3. mit sich selbst) stehen in übereinstimmung mit dem Konzept von Verhaltensstörung.
An einem Unterrichtsversuch in einer 8. Klasse einer Förderschule wird beispielhaft das systematische Training des ersten Zielbereiches demonstriert, in das die folgenden Skills eingegangen sind: zuhören, um Hilfe bitten, eine Frage stellen, Anweisungen befolgen, Aufgaben fertig stellen, sich nicht ablenken lassen. Die Ergebnisse zeigen: Es ist möglich, die ausgewählten Skills mit Förderschülern der Sekundarstufe 1 auf der Grundlage des Insel-Programms eifolgreich zu trainieren. Die Ergebnisse werden abschließend diskutiert.
 
In this paper goals, objectives, and methods of the newly developed Potsdam social skill curriculum (INSEL) are discussed. lt is postulated that social skills curricula should be intentionally taught in school because social deficits are always a part of behavior disorders and decrease the likelihood of social integration. Though difficult to define it seems necessary to train social skills systematically. To train social skills it seems necessary to include a variety of approaches. Goals of our curriculum are categorized into 1. survival skills, 2. dealing with others, 3. taking care of oneself These goals are derived from a humanistic educational concept of behavior disorders.
How to train students of a special education LD scliool is demonstrated. Basic Skills (,,survival skills") like listening, asking for help, asking a question, following directions,  completing assignments, and avoiding distractions were trained. Results showed that the program was successfully implemented. Finally, results are discussed.
 
zur übersicht des Jahrgangs 97
zum Editorial Nr. 2 1997
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aktualisiert am 30.01.2003