Heilpädagogische Forschung
 

Der Lernquotient im AID - ein Indikator für Lernfähigkeit?
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 3 1996
von Karla Hofmann und Gabriele Ricken

 

Im vorliegenden Aufsatz wird der diagnostische Aussagesatz des AID-Lernmaßes (LQ) analysiert. Das Interesse an diesem Gegenstand resultiert aus der Suche nach Parametern, die diagnostisch aussagekräftig für die Gestaltung individueller Lernprozesse sind. 54 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren wurden mit dem AID getestet. Die Lehrer gaben ein differenziertes Urteil über die Lernfähigkeit der Kinder ab. Ebenso wie andere Lernmaße korreliert der AID-Lernwert nicht mit anderen kognitiven Fähigkeiten. IQ-schwache und IQ-starke Kinder unterscheiden sich nicht im LQ. Die im LQ erfasste Lernfähigkeit steigt nicht mit dem Alter und schlägt sich nicht im Lehrerurteil nieder. Die Ergebnisse legen nahe, dass der LQ die Bewältigung der Aufgabe in der Anfangsphase abbildet. Zusammenfassend ist vor einer Interpretation des LQs als Indikator für schulisches Lernen zu warnen.

The topic focuses on the analysis of the diagnostic value of the AID-learning-quotient. The motivation results from the search for parameters suitable for the organization of individual learning. Fifty four children using a special scale. Like most learning parameters the learning-quotient does not correlate with other cognitive abilities. Both children with a high or a low IQ show the same level. The learning ability given by the LQ does not vary according to age groups. There is no correlation between teacher-ratings and AID-learning-quotients. The results support the notion that the LQ depicts the coping with task in the beginning phase. In summary there was found no evidence for using the LQ as an indicator for learning in school.

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aktualisiert am 30.01.2003