Heilpädagogische Forschung
 

Wie blinde Kinder rechnen und die Zahlen erfahren
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 3 1996
von Ann Ahlberg und Emmy Csocsán

 

Der Artikel berichtet über einige Ergebnisse von einem Forschungsprojekt. "Erfahrungen der Zahlen und Entwicklung mathematischer Fertigkeiten bei verschiedenen gleichaltrigen Gruppen - Sehgeschädigte, Hörgeschädigte und Kinder ohne Behinderung", unter der Leitung vom Pädagogischen Institut der Universität Göteborg. Das Ziel dieser Arbeit ist dazustellen, wie blinde Kinder ihre Hände und Finger verwenden, und wie sie einfache mathematische Probleme lösen. Die Forschung ist von explorativer Natur und der theoretische Ausgangsaspekt der Verfasser ist die Phänomenographie. Einige unserer Hauptergebnisse waren, dass die blinden Kinder ihre Finger beim Problemlösen nicht spontan benutzt haben. Sie lösen Probleme mit unterschiedlichen Strategien: Schätzen, Zählen, Zählen und Gruppen bilden und strukturieren. Gruppen bilden mit Tasten scheint für die Entwicklung der Zahlen bei blinden Kindern sehr wichtig zu sein.

This report is one of the publications within the research project "Number experiences and the development of arithmetic skills among sighted, blind and deaf children" conducted by the researchers of the Department of Education and Educational Research at Göteborg University. The research was carried out in a phenomenographic research framework, with the main focus on revealing how blind children experience numbers and learn arithmetic skills. The results show that none of the blind children spontaneously used their fingers when they solve arithmetic word problems. The strategies of the children were: estimating, counting, counting and grouping, structuring. Grouping the elements with both hands in a part-whole relation seems to be very important for the development of the blind children's understanding of numbers.

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aktualisiert am 30.01.2003