Heilpädagogische Forschung
 

Zur Persistenz von Sprachentwicklungsstörungen: Ein 10jähriger Längsschnitt neun spezifisch sprachentwicklungsgestörter Kinder
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 2 1995
von Karin Schakib-Ekbatan und Hermann Schöler

 

Über die Ergebnisse einer Längsschnittstudie von neun 15-17jährigen Jugendlichen wird berichtet, die im Vorschulalter als dysgrammatisch sprechend diagnostiziert waren. Im Alter von 6-8 Jahren waren sie erstmals mit einer Vielzahl sprachlicher und nichtsprachlicher Aufgaben im Rahmen einer umfangreichen Längsschnittstudie untersucht worden. Die Ergebnisse zum auditiven Kurzzeitgedächtnis und bei den sprachlichen Aufgaben zeigen, daß nur unwesentliche Verbesserungen in den geprüften Leistungen zu beobachten sind. Die Sprachverarbeitung bzw. der Sprachentwicklungsverlauf wird als prozessual und strukturell abweichend von der normalen Entwicklung beschrieben. Als ein Bedingungsfaktor für die spezifische Sprachentwicklungsstörung wird ein defizientes sprachunspezifisches akustisches Verarbeitungssystem postuliert. .

Nine adolescents aged between 15 and 17 years were studied in a 10 years follow-up. In preschool age they were diagnosed as specific language impaired. The first measurement point was at 6 to 8 years. Various language and non-language tasks were administered at the first five measurement points. The results of the recent study show that short term memory in the auditive modality and the performances in specific language tasks still remain on a low level without significant increases over the last years. Language learning and processing is described as procedurally and structurally deficient. Specific language impairment is explained in terms of a non-language specific auditory information processing deficit.

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aktualisiert am 30.01.2003