Heilpädagogische Forschung
 
Bericht über eine Kamerabrillenstudie zu Aggression in Umwelten Jugendlicher
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 1 2014
von Alexander Wettstein, Marion Scherzinger und Jasmin Meier

Mit unserem Projekt Kamerabrillenstudie, bei der eine neu entwickelte Kamerabrillenmethode angewandt wurde, sollte methodisches Neuland in Bezug auf die Erfassung aggressiven Verhaltens von Jugendlichen gegangen werden. Dazu ist auf eine Gruppe von acht aggressiven Heimjugendlichen und eine Kontrastgruppe von vier nicht aggressiven Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren zurückgegriffen worden.

Der theoretische Kontext, in welchem unsere Kamerabrillenstudie platziert ist, orientiert sich an den klassischen Arbeiten von Roger Barker (1968), welcher die Person-Umwelt-Beziehungen als behavior settings konzipiert hat. Denn oft stehen in den Untersuchungen aggressive Jugendliche im Fokus, ohne dass situative Faktoren, welche aggressives Verhalten beeinflussen, einbezogen werden. Die Fokussierung auf Person-Umwelt-Beziehungen wurde in der Psychologie zwar immer wieder gefordert, fand jedoch selten Eingang in die Untersuchungsdesigns. Vielleicht ist der Widerspruch zwischen den programmatischen Forderungen nach einer ökologisch ausgerichteten Psychologie und deren dürftiger empirischer Umsetzung nicht zuletzt auf die großen methodologischen und theoretischen Herausforderungen zurückzuführen, die eine verhaltensnahe Beschreibung von Individuen im Austausch mit ihren sozialen und materiellen Umwelten mit sich bringt. ...

... weiterlesen können Sie in der Printausgabe [Heilpädagogische Forschung 40(1), 32–37]

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aktualisiert
am 11.03.2015