Heilpädagogische Forschung
 
Verhaltensauffälligkeiten und exekutive Funktionen bei Kindern mit Fetalem Alkoholsyndrom
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 1 2014
von Klaus Sarimski

Das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) ist das häufigste, nicht genetisch bedingte Fehlbildungssyndrom. Es geht mit Einschränkungen der intellektuellen Entwicklung, Störungen der exekutiven Funktionen und Verhaltensauffälligkeiten einher, die die psychosoziale Integration der Kinder erschweren. Eine Stichprobe von 41 Pflege- und Adoptiveltern von Kindern mit einem FAS wurden zu Auffälligkeiten im Verhalten (mit dem SDQ-D) und in den exekutiven Funktionen (mit dem BRIEF-P) befragt. Mehr als 65% der Kinder wurden im SDQ-D, fast alle Kinder im BRIEF-P als auffällig klassifiziert. Probleme mit Gleichaltrigen sind assoziiert mit Problemen der emotionalen Selbstregulation und geringer Umstellungsfähigkeit, Defizite im prosozialen Verhalten mit Auffälligkeiten in der Fähigkeit, Handlungen zu planen und zu organisieren.

Schlüsselwörter: Fetales Alkoholsyndrom, Verhaltensauffälligkeit, exekutive Funktionen

Behavioral disorders and executive functioning in children with fetal alcohol syndrome.

Fetal Alcohol Syndrome (FAS) is the most common non-genetic dysmorphic syndrome in childhood. Intellectual disability, disorders of executive functions and behavioral disorders are characteristic problems for psychosocial adaptation of children with FAS. A sample of 41 children living in the custody of a non-birth parent were evaluated concerning behavioral symptoms (via the SDQ-D) and executive functions (via BRIEF-P). More than 65% received clinical scores in the SDQ-D, nearly every child scored highly abnormal in the BRIEF-P. Problems with peers are associated with problems of emotional control and flexibility, deficits in prosocial behavior are associated with reduced planning skills.

Keywords: fetal alcohol syndrome, behavioral disorder, executive function

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aktualisiert
am 11.03.2015