Heilpädagogische Forschung
 
Partizipation von Frauen und Männern mit intellektueller Beeinträchtigung
an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen

aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 2 2012
von Helga Fasching

Die Diskussion über Möglichkeiten beruflicher Partizipation am regulären Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen wird durch das Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung forciert. Hierbei ist von Interesse, welche arbeitsmarktpolitischen Angebote zur Unterstützung der beruflichen Partizipation in den jeweiligen Ländern existieren und ob Menschen mit einem erhöhten Unterstützungsbedarf Zugang zu derartigen Angeboten erhalten. Der vorliegende Beitrag beantwortet Fragen nach dem Zugang, dem Prozess und dem Ergebnis der Teilhabe an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen speziell für die Gruppe der Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung – so genannte geistige Behinderung – in Österreich. Die im Beitrag verwendeten Daten basieren auf aktuellen Ergebnissen bundesweiter Erhebungen, die im Rahmen des vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderten Forschungsprojekts „Partizipationserfahrungen in der beruflichen Biographie von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung“ erhoben wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen deutlich, dass intellektuell beeinträchtigte Menschen primär Zugang zu berufsorientierenden Maßnahmen erhalten, in einem geringem Ausmaß zu qualifizierenden Maßnahmen oder solchen, die mit der direkten beruflichen Integration in den regulären Arbeitsmarkt zusammenhängen.

Schlüsselwörter: Intellektuelle Beeinträchtigung, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, berufliche Partizipation, Chancengerechtigkeit

Participation of females and males with intellectual disabilities in labour market policy measures.

The discussion on possibilities of participation on the regular labour market for persons with disabilities is promoted by the enactment of the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities. In this context it is of interest to identify what kinds of offers exist on the labour market to enhance vocational participation in the respective countries, and if persons with increased support needs are provided access to such offers. The article at hand provides information about access, process and participation in labour market measures specifically for the group of persons with intellectual disabilities in Austria. Data used in the paper are based on current results of nation-wide surveys conducted in the framework of the research project „Experiences of participation in the professional biography of people with intellectual disabilities“, funded by the Austrian Science Fund (FWF). The results of the study show clearly that persons with intellectual disabilities are provided access primarily to vocational guidance measures and to a small extent to qualifying measures or such measures that are directly linked to vocational integration on the regular labour market.

Keywords: intellectual disability, labour market policy measures, vocational participation, equal opportunities

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aktualisiert
am 22.06.2012