Heilpädagogische Forschung
 
Die Wirksamkeit von rational-emotiver Erziehung bei lernbehinderten Schülern
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 2 2004
von Matthias Grünke

Die rational-emotive Erziehung (REE) gilt als eine effektive Methode, um Schülern dabei zu helfen, mit Entwicklungsrisiken, krisenhaften Lebensereignissen und kleinen Alltagswidrigkeiten konstruktiv umzugehen. Sie geht von einer engen Beziehung zwischen Kognitionen und emotionalen Reaktionen aus und nimmt an, dass psychische Störungen mehr durch absolutistische Forderungen an die eigene Person, die Welt und andere Menschen verursacht werden, als durch ungünstige äußere Ereignisse. Dementsprechend versucht sie, mittels strukturierter, anschaulicher und erfahrungsbetonter Unterrichtsstunden, bei Schülern undogmatische, rationale Einstellungen aufzubauen. In der vorliegenden Arbeit wird überprüft, inwieweit die REE auch bei jungen Menschen mit Lernbehinderungen erfolgreich angewendet werden kann. Die Ergebnisse einer Evaluationsstudie mit 57 Kindern und Jugendlichen einer Schule für Lernbehinderte (Regressions-Diskontinuitätsdesign) sprechen sowohl für einen globalen Trainingseffekt als auch für einen Lernzuwachs unter individueller Bezugsnorm. .

Schlüsselwörter: Risikobelastung unter Schülern mit Lernbehinderungen, Rational-emotive Erziehung, Trainingsevaluation, Regressions-Diskontinuitätsdesign

The efficacy of rational-emotive education with slow learners.

Rational-emotive education (REE) is considered to be an effective method to help pupils cope with developmental risks, critical life events and daily hassels in a constructive way. It proposes a close connection between cognitions and emotional reactions, and assumes that psychological disorders are primarily caused by absolutistic demands towards oneself, the world and other people, rather than by adverse outside events. Correspondingly, it aims at building undogmatic, rational attitudes through structured, vivid and experience-based school lessons. The present study analyses, whether REE can also be effectively used with intellectually challenged pupils. The results of an evaluation study involving 57 children and adolescents from schools for slow learners show a general positive effect of this training as well as an increased learning on an individual level.

Keywords: risk factors among slow learners, rational-emotive education, evaluation of training, regression dicontinuity design

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aktualisiert am 05.07.2004