Heilpädagogische Forschung
 
Schulunlust - ein mögliches Initialsymptom für Schulvermeidung - untersucht an Schülern vor dem Übergang von der 6. zur 7. Klasse
aus: Heilpädagogische Forschung Nr. 2 2002
von Bärbel Kirsch und Inge Hansen

Im Rahmen eines Projektes zu Schulvermeidungsverhalten wurde Schulunlust unter Bezugsetzung zur Wahrnehmung personaler und sozialer Ressourcen durch Schüler sechster Klassen von Grundschulen der Stadt Potsdam untersucht. Schulunlust wird als ungünstige Voraussetzung für die produktive Bewältigung des Übergangs in die weiterführende Schule gesehen. Es konnte im Extremgruppenvergleich nachgewiesen werden, dass Schüler mit hoher Schulunlust hinsichtlich der Verfügbarkeit personaler und sozialer Ressourcen eine schwierigere Ausgangsposition für die Meisterung dieses Übergangs einnehmen als Schüler mit niedriger Schulunlust. Aus den Ergebnissen lassen sich Schlussfolgerungen für die Prävention von Schulunlust im Kontext schulischer und häuslicher Bedingungen ableiten.

Schlüsselwörter: Schulunlust, Schulübergang, Entwicklungsaufgaben

Dislike of school in students making the transition from 6th to 7th grade. A possible starting point for truancy.

This investigation examined the relationship between dislike of school and personal and social resources of six graders in primary schools in Potsdam. Authors considered dislike of school to be a risk factor for the successful coping with the transition from primary to secondary school. Between group comparisons showed that students with higher dislike scores and fewer personal and social resources showed more difficulties in coping with transfer challenges than students with lower dislike scores. Results suggest implications for the prevention of school dislike in children in the context of school and familial conditions.

Keywords: dislike of school, school transition, developmental challenges

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aktualisiert am 30.01.2003